Sprachwehr für Medien und Politik: So entkräftet man die Lügen der Abtreibungsgegner

Es ist Zeit für Medien und Politik, sich Begriffe wie Lebensschutz von frauenfeindlichen Abtreibungsgegnern zurückzuerobern. Lebensschutz ist ein Menschenrecht von Frauen und Männern: Nämlich die freie Entscheidung zu Elternschaft, das Recht über die Anzahl und den Zeitpunkt der Geburt der Kinder zu entscheiden und die dafür nötigen Informationen, Kenntnisse und Mittel zu erhalten. Ich trage… (weiterlesen)

Politikkommunikation: Söders Lamento über den vermeintlichen Verlust der Freiheit

Rechtsstaatliche Verbote schränken die Freiheit der Mächtigen zugunsten der Rechte der Schwächeren ein. Eigentlich sollte das klar sein, doch der Jurist und CSU-Spitzenkandidat Markus Söder ignoriert im bayrischen Landtagswahlkampf diese Tatsache. „Ich möchte einen Freistaat und keinen Verbotsstaat“, sagte er am 27.9. in seiner Regierungserklärung und beklagte sich über “Tempolimits, Fahrverbote, Fleischverbote, Werbeverbote, Genderverbote.” Söder… (weiterlesen)

Framing II: Wie ARD und ZDF den Rassismus in die erste Reihe gesetzt haben

Für alle, die sich wundern, warum die Grünen-Politikerin Claudia Roth zum ersten Deutschlandspiel der Fußball-WM 2018 die Fans gemahnt hat: „Feiern ja, Nationalismus nein“, ist hier eine Erklärung: Die öffentliche Meinung ist geprägt durch die Angst- und Hassgeschichten, die gewisse Parteien und interessierte Kreise seit rund zweieinhalb Jahren verbreitet haben wollen. Ein entscheidender Mithelfer bei… (weiterlesen)

Vom Sparfuchs zum Schwerverbrecher – wie Frames unser Rechtsempfingen beeinflussen und wie man sie für die eigene Kommunikation nutzen kann

Ob Menschen ein bestimmtes Verhalten als rechtens empfinden oder nicht, hing noch nie alleine davon ab, ob es gesetzlich erlaubt oder verboten war, sondern von einer gesellschaftlichen Übereinkunft, ob das Verhalten erlaubt oder verboten sein sollte. Diese Übereinkunft ist jedoch brüchig; Interessengruppen, Trends und andere Faktoren beeinflussen sie ständig. Aber auch wir selber können sie… (weiterlesen)

Mit Schopenhauer rhetorisch punkten und Rezension von “Störenfriedas – Feminismus radikal gedacht”

Kaum ein Themenkomplex wird öffentlich derart kontrovers diskutiert, geschmäht, für überflüssig erklärt oder bis aufs Messer verteidigt wie der Feminismus, also die Forderung nach Gleichberechtigung von Mann und Frau. Und immer wird der Kampf auch um die Deutungshoheit geführt. In Kombination mit dem Schopenhauer-Rhetorik-Klassiker “Die Kunst, Recht zu behalten” bietet das Buchkapitel „Schopenhauer für Feministinnen… (weiterlesen)

Last-Minute-Tipps für die Kanzlei-Weihnachtsansprache

Hat es Sie getroffen? Sind Sie die auserwählte Person, die ausersehen wurde, bei der Weihnachtsfeier ein paar besinnliche Worte zu den Anwesenden zu sprechen? Zum Partnerkreis, zum Kollegium? Lesen Sie hier, wie es geht. Sie sollen Worte finden, die die Sekretärin genauso ansprechen wie den greisen Gründungspartner, der schon Weihnachten feierte, als Deutschland noch mit… (weiterlesen)

Schwarze Rhetorik: Gutmenschenlektion 3: Keine Angst vor dem Schwanzlängenvergleich!

Seit dem Wahlsieg von Trump läuft hier die lockere Serie der „Gutmenschenlektionen in Schwarzer Rhetorik“. Denn so traurig es ist: Mit edlen Manieren alleine sieht man gegenüber Stänkerern alt aus. Auch zur heutigen Lektion passt das Buch „Tough Talk: Die Die rhetorischen Spielregeln zum Überleben im Haifischbecken“ von Marc-Stefan Daniel, Wiley Verlag 2016. Ich persönlich… (weiterlesen)

Schwarze Rhetorik: Gutmenschenlektion 2: Erkenne Narzissten

Seit gestern läuft hier im Über-den Tellerrand-Blog die lockere Serie der „Gutmenschenlektionen in Schwarzer Rhetorik“. Hintergrund ist der nicht mehr aufzuhaltende Einzug Trumps ins Weiße Haus, der im Wahlkampf obszöne, vulgäre und beleidigende Sprache salonfähig gemacht hat. Der Grund für solche aggressive Kommunikation ist häufig beleidigter Narzissmus. Doch woran erkennt man Narzissten?  Wie ticken Narzissten?… (weiterlesen)

Schwarze Rhetorik: Gutmenschenlektion 1: zerfleische nicht dich, sondern den Feind!

Mit dem vermutlich nicht mehr aufzuhaltenden Einzug Trumps ins Weiße Haus könnten sich die Anhänger vulgärer beleidigender Sprache auch hierzulande ermutigt fühlen, fortan ungebremst aufzutrumpen. Zeit für ein paar Lektionen in Schwarzer Rhetorik. Heute zum Thema Selbstzerfleischung. Als moralisch rechtschaffener Mensch, um mal so richtig altehrwürdig klingende Begriffe zu benutzen, meint man es gut. Und… (weiterlesen)

“Schreibe wie du sprichst” – Sprachtipps für Juristen

Im heutigen Sprachtipp für JuristInnen geht es um die Frage, welche Vorteile die mündliche Ausdrucksweise hat. “Schreibe, wie du sprichst!“ Sagt Ludwig Reiners, der Stilkritiker. Sich beim Schreiben an der mündlichen Ausdrucksweise zu orientieren, empfehlen auch Wolf Schneider oder Helmut Schmidts Redenschreiber Thilo von Trotha. Der Grund dafür dürfte sein, wie Ludwig Reiners mutmaßt, dass… (weiterlesen)