Schwarze Rhetorik: Gutmenschenlektion 4: Gib Hatespeech keine Chance

Seit einer Woche (wir erinnern uns: gelbhaariger Mann entscheidet Alptrumpwahl für sich) läuft hier die lockere Serie der „Gutmenschenlektionen in Schwarzer Rhetorik“, um die zum Sprung ansetzenden Populisten wenigstens sprachlich auszubremsen. Heute zum Thema „Hate Speech“. Meine Kollegin Christa Goede hat dazu fulminant gebloggt: “Hate speech – es kann jeden treffen” 6 Methoden gegen Hass… (weiterlesen)

Schwarze Rhetorik: Gutmenschenlektion 3: Keine Angst vor dem Schwanzlängenvergleich!

Seit dem Wahlsieg von Trump läuft hier die lockere Serie der „Gutmenschenlektionen in Schwarzer Rhetorik“. Denn so traurig es ist: Mit edlen Manieren alleine sieht man gegenüber Stänkerern alt aus. Auch zur heutigen Lektion passt das Buch „Tough Talk: Die Die rhetorischen Spielregeln zum Überleben im Haifischbecken“ von Marc-Stefan Daniel, Wiley Verlag 2016. Ich persönlich… (weiterlesen)

Die perfide Kommunikation der juristischen “Lebensschützer” und Abtreibungsgegner

Im Polen gelang es vor wenigen Wochen knapp, eine Initiative abzuwehren, die das ohnehin strenge polnische Abtreibungsrecht praktisch in ein völliges Abtreibungsverbot verwandelt hätte. Davon ist das deutsche Recht mit seiner Beratungslösung ziemlich weit entfernt, doch eine konservative Strömung namens „Lebensschutzbewegung” bemüht sich auch hierzulande um eine immer stärkere Ächtung von Abtreibungen. Man könnte die… (weiterlesen)

Klartext schreiben – Heute: Der Brief vom Amt

Amtsdeutsch vs. Deutsch Ich habe vor einigen Tagen mal wieder einer Bekannten beim Übersetzen geholfen. Nicht, dass ich englische Texte ins Deutsche übersetzt hätte oder dergleichen, nein! Ich habe Amtsdeutsch in normales Deutsch übersetzt.

Guter Text hat Geschmack

Ein guter Text schmeckt. Er hat Aroma, Würze und liegt gut auf der Zunge. Allerdings schmeckt nicht jeder Text jedem. Ein Text, der Persönlichkeit zeigt, kann nicht immer perfekt kurz und prägnant sein.

Bitte persönlich werden

Kennen Sie den Rheinischen Imperativ nach Konrad Beikircher? „Es müsste mal“ und „Es sollte mal jemand“, spottete der Kölner Kabarettist schon vor vielen Jahren über das ebenso fromme wie erfolglose Wünschen der Rheinländer. Dass eine solche Aufforderung keinen Hund hinterm Ofen hervorlockt, inspirierte auch den Dichter und Juristen Barthold Heinrich Brockes (1680–1747) zu diesem Vers: