Kanzleikommunikation – Marketing mit Büchern – Buchexposé

Mit dem Exposé überzeugt Ihre Buch-Idee einen Verlag
Liebe Leserin, lieber Leser,

in unserer Serie “Making of Klartext-für-Anwälte” kommen wir heute zum Exposé.

Schon mal erwogen, selber ein Buch zu schreiben? Dann brauchen Sie ein Exposé. Ein Exposé ist das Bewerbungsschreiben Ihres Buches, das einen Verlag überzeugen will es zu verlegen.

Im Gegensatz zu früher (als ohnehin alles besser war,) geht es im heutigen, völlig überlaufenen Sachbuchmarkt nicht mehr ums fertige Manuskript. Es geht um die überzeugende Darstellung der Buch-Idee.

Seite für Seite entwickelt der Autor oder die Autorin im Exposé die Buch-Idee hin zu einer immer konkreteren Gliederung und eine Leseprobe. Mit diesen rund 10 Seiten marschieren sie zum Verlag, der das Ganze entweder in die Ablage P drückt oder sagt:

“Jau, das wird der neue Bestseller. Den verlegen wir!“
Dann schreibt der Autor das Buch, der Verlag druckt es und alle Welt geht hin und kauft es.

Sachbuch als Mittel der Persönlichkeitsvermarktung

Ein Buch ist eine schöne Sache! Nichts schmückt so sehr wie ein selbst geschriebenes Buch, das für Hinz und Kunz erkennbar macht, dass jemand Experte ist für ein Fachgebiet wie zum Beispiel ‘Büro-Kamasutra’, ‘Terrorbekämpfung’, ‘Social Media in der Stillgruppe’, ‘Schleichwege zum inneren Kind’, ‘Markenrecht im Wandel der Gezeiten’ oder womöglich ‘Klartext für Anwälte’. Ein Buch bringt Renommée, Kunden, Aufträge und am Ende dicke Kohle. Auch für Anwälte ist das populäre Sach- oder Ratgeberbuch neben dem schon lange übliches Fachbuch ein immer beliebteres Mittel der Kanzleikommunikation.

Kein Wunder, dass Jahr für Jahr mehr Menschen den Erfolgsweg des Sachbuchautors beschreiten und bereits prominente Zeitgenossen ihren Ruhm zu verfestigen suchen, indem sie ihre fundierten Kenntnisse der Grießbreizubereitung oder hilfsweise ihren Lebensweg via Buch der Menschheit zugänglich machen.

Selber schreiben oder schreiben lassen?

Das Aber folgt auf dem Fuß, frei nach Karl Valentin: Ein Buch ist schön, macht aber auch viel Arbeit.

Angesichts der vielen Arbeit legen viele Experten ihr Buchprojekt deshalb schon im Frühstadium auf Eis („wenn ich Zeit hätte, würde ich das mal alles aufschreiben, aber ich hab leider so wenig Zeit.“). Andere, vorausgesetzt, sie haben genug Geld, geben das Schreiben in die Hände von Ghostwritern. Die dritte Kategorie, und um die geht es hier und heute, schreibt selbst. Weil sie nicht nur Experte für ein bestimmtes Thema ist, sondern auch schreiben kann („Kann ja schließlich jeder“). Mancher davon gibt ihr Vorhaben schließlich doch in die Hände einer Agentur, doch nicht wenige ziehen es durch. (Anmerkung der Autorin: Wenn Sie zu Haarausfall oder grauen Haaren neigen, sollten Sie sich das noch mal gut überlegen.)

Wenn Sie zu jenen tapferen Menschen gehören, sollten Sie die folgenden Ausführungen lesen. Sie helfen Ihnen aber auch, wenn Sie Ihr Buchprojekt komplett oder teilweise von einem Ghostwriter schreiben lassen wollen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite:
Schritt 1 zum Exposé: Den Arbeitstitel ausdenken und die Buchidee formulieren

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